VE-Wasser verteilen, aber richtig
Besonders bei kleinen Ringleitungssystemen und Speicherbehalten kann es leicht zu einer erhöhten biologischen Kontamination kommen bedingt durch eine erhöhte Temperatur des VE Wassers. Was tun, wenn der Bedarf an hochreinem (VE- Wasser) stark schwankend ist?
Die Ursache hierfür ist der Energieeintrag der Rezirkulationspumpe. Dies und fehlende Nachspeisung kühlem, frisch aufbereitetem Wassers lassen die Temperatur des VE-Wassers binnen weniger Stunden auf > 30 Grad C. Danach erhöht sich die Keimzahl des Wassers signifikant, da sich die Verdopplungszeit der Mikroorganismen ebenso schnell verringert.
Die Reduzierung der Förderleistung der Pumpe ist leider nur ein theoretischer Ansatz, da bei einem Unterschreiten der Strömungsgeschwindigkeit von 1 m/s die Biofilmbildung zunehmen wird.
Die Lösung liegt in dem Einbau eines Wärmetauschers, der die Temperatur auf ca. 20 Grad senkt. Wie auf der Abbildung 1 zu sehen, sinkt die Keimzahl in sehr kurzer Zeit nach Inbetriebnahme des Wärmetauschers.
Eine wesentliche weitere Quelle von Kontaminationen ist die Qualität der Ringleitung. Neben der Rauhigkeit des Materials spielt die Art der Verschweißung eine entscheidende Rolle. Als Material kommen Polypropylen (PP) oder Polyvinyldifluorid(PVDF) in Frage.
Nach unseren Erfahrungen ist das IR-Verfahren erforderlich, um die Wasserqualität aufrecht zu erhalten. Dabei werden unter definierten Bedingungen mit Hilfe einer Schweißmaschine beide Werksstücke verscheißt. Die Erwärmung erfolgt indirekt mit Hilfe einer IR-Quelle.
Bei Anwendungen in der Pharmazeutischen Industrie und bei nächsten Anforderungen empfiehlt sich das WNF-Schweissverfahren, bei dem durch Einführen eines Ballens an der Schweißstelle jegliche Wulstbildung unterbunden wird.
Fazit:
VE-Wasserleitungen < 10 cm und einem Speichervolumen < 500 l bergen ein hohes Kontaminationspotential bezüglich der biologischen Qualität.
Abhilfe sorgt eine IR-verschweißte Ringleitung in Verbindung mit einem Wärmetauscher.